Romantik

An Julien

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Daß ich mit namenloser Freude
Gefährte deines Lebens bin
Und mich mit tiefgerührtem Sinn
Am Wunder deiner Bildung weide -
Daß wir aufs innigste vermählt
Und ich der Deine, du die Meine,
Daß ich von allen nur die Eine
Und diese Eine mich gewählt,
Dies danken wir dem süßen Wesen,
Das sich uns liebevoll erlesen.

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Liebe und Lied

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Als der Frühling aus der Höhe
Flog in unsre Thäler nieder,
Ließ er ein Paar Blumen fallen
Aus dem vollen Kranz der Stirne.
Und ich sucht’ und fand die Blumen,
Wo der Quelle rasches Silber
Stille stand in Lust und Staunen.

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Der Winterabend

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Es ist so still, so heimlich um mich.
Die Sonn ist unten, der Tag entwich.
Wie schnell nun heran der Abend graut.
Mir ist es recht, sonst ist mir’s zu laut.
Jetzt aber ist’s ruhig, es hämmert kein Schmied,
Kein Klempner, das Volk verlief, und ist müd.
Und selbst, daß nicht rassle der Wagen Lauf,
Zog Decken der Schnee durch die Gassen auf.

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Der Eindruck

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Bald mir schwand, als du gegangen,
Aus dem Sinn dein Angesicht;
Ob du bleich, ob rot von Wangen,
Wie dein Wuchs? ich weiß es nicht.
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Brod und Wein

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Rings um ruhet die Stadt; still wird die erleuchtete Gasse,
Und, mit Fackeln geschmückt, rauschen die Wagen hinweg.
Satt gehn heim von Freuden des Tags zu ruhen die Menschen,
Und Gewinn und Verlust wäget ein sinniges Haupt
Wohlzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und Blumen,
Und von Werken der Hand ruht der geschäftige Markt.

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